Bräuche für die Einweihungsparty
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Beim Einzug in die neue Wohnung oder in das neue Haus freut sich jeder über ein Einweihungsgeschenk und nette Willkommenswünsche. Durch die Unterstützung von Freunden und Nachbarn kann der Start in die neue Umgebung somit zusätzlich erleichtert werden. Wir erklären, welche Bräuche und Geschenke üblich sind und immer gut ankommen.

Bereits die Römer und die alten Griechen haben auf alte Bräuche zurückgegriffen und kannten den Wert von Brot und Salz. Mit diesen Grundnahrungsmitteln geht wohl die am weitesten verbreitete Tradition einher. Salz als Konservierungsmittel galt zu dieser Zeit als kaum bezahlbar und war als „weißes Gold“ bekannt. Zudem sollte es einen Schutz vor Krankheit darstellen. Brot stand hierbei für die Nahrung und somit das leibliche Wohlergehen. Allgemein ist es üblich, dass das Brot selbst gebacken und das Salz in einem kleinen Behältnis dazu gereicht wird. Diese Geste symbolisiert Glück, Zufriedenheit und Wohlstand im neuen Heim.

Ein Brauch aus religiöser Sicht ist der Haussegen, der sichtbar an der neuen Wohnung oder dem neuen Haus angebracht wird und die gesamten Bewohner unter den Schutz Gottes stellt. Dabei werden neben Bibelversen auch diverse Weisheiten geäußert, die die Sicherheit der Anwohner gewährleisten sollen.

Gerne werden aber auch eine Vielzahl an Glücksbringern verschenkt, welche sich von Kultur zu Kultur unterscheiden. Bei den Indianern sind beispielsweise Heilsteine beliebt, wobei in der Türkei der sogenannte Nazar-Boncuk, ein blauer Glasanhänger, verschenkt wird. In Japan bringen die allseits bekannten winkenden Katzen, aber auch kleine Seidenbeutel das persönliche Glück. Hierzulande findet man selbstverständlich auch Talismane, wie zum Beispiel Marienkäfer, Glücksschweine oder typischerweise vierblättrige Kleeblätter.

Die Franzosen feiern schon bereits seit dem Mittelalter ihren eigenen Brauch „Pendaison de crémaillère“, bei dem sie wörtlich einen Kessel aufhängen. In diesem wird im Beisammensein der am Umzug Beteiligten die erste Mahlzeit im neuen Heim zubereitet. Dadurch wird der Umzug beendet und das fertige Werk gefeiert. Heutzutage hat es sich allerdings eingebürgert, dass kein Kessel mehr aufgehängt wird und mit der Bezeichnung allein die Einweihungsfeier gemeint ist.

Ein Blick auf England zeigt, dass dort vor allem die Tradition des sogenannten „Housewarmings“ gepflegt wird, die die Erwärmung des Kamins im neuen Heim bezeichnet. Gemeinsam mit Nachbarn, Freunden und der Familie wird das Haus erwärmt. Früher, bevor es Heizungen gab, war es üblich, dass jeder von den Gästen ein Stück Holz als Geschenk mitbrachte. Neben dem praktischen Nutzen, das Heim zu erwärmen, wurden zudem die bösen Geister vertrieben und neuen vorgebeugt, sodass eine komplette Reinigung vollzogen wurde.

Es gibt also viele verschiedene und interessante Bräuche, die sich länderspezifisch unterscheiden und somit ihren eigenen Einfluss mit sich bringen. Möchte man allerdings selbst kreativ werden und etwas Eigenes zaubern, so kann auf Selbstgemachtes wie beispielsweise einen Kalender oder Fotocollagen zurückgegriffen werden. Denn wer freut sich nicht über eine persönliche und individuelle Aufmerksamkeit?