Mariahof, Trier
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Die Wurzeln von Mariahof gehen bis in das Jahr 1809 zurück, in dem das namensgebende Landgut gegründet wurde. Das Wohnviertel selbst ist aber eines der jüngsten von Trier und feierte im Jahr 2012 sein 50-jähriges Bestehen.

Nach dem zweiten Weltkrieg herrschte in Trier Wohnungsnot. So wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts beschlossen, einen Teil der Flächen des ehemaligen Guts Mariahof zu erwerben und dort Wohnraum in Form einer Gartensiedlung für die Trierer Bürger zu schaffen. Heute ist Mariahof noch vom charakteristischen Stil der 1960er und 70er Jahre geprägt und verfügt über eine Mischbebauung aus Eigenheimen, Reihenhäusern und Mietgebäuden, die Mehrheit davon ist mit dem für die Zeit typischen Flachdach ausgerüstet. Herausstechend ist die pyramidenförmige Kirche St. Michael, die mit dem neuen Viertel gebaut wurde.

Der Stadtteil, der von etwa 3000 Einwohnern bewohnt wird, erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Das liegt nicht nur an den direkt vorhandenen Nahversorgungsmöglichkeiten, sondern auch an der Nähe zur Trierer Innenstadt, die sowohl mit dem Bus als auch dem Fahrrad einfach zu erreichen ist.

Gartenidyll am Naturschutzgebiet

Trotz der Nähe zur Innenstadt zeichnet sich Mariahof als Gartenidyll mit vielen Naherholungsmöglichkeiten aus. Der Mattheiser Wald, der bis in die 1990er Jahre Sperrgebiet des französischen Militärs war und während seiner gesamten Geschichte immer wieder für militärische Übungen genutzt wurde, ist mit seinen Weiher und den Waldwegen heute eine der beliebtesten Freizeitadressen in Trier. Auch die Kinder kommen nicht zu kurz. In Mariahof gibt es insgesamt sechs Spielplätze, die vom Nachwuchs erobert werden möchten.

Familienfreundlich sind nicht nur die vielfältigen Spielplätze, sondern auch das Bildungs- und Freizeitangebot, das für junge Menschen geboten wird. Neben einer ausgeprägten Vereinslandschaft gibt es in Mariahof eine Kita und eine Grundschule. Die weiterführenden Schulen sind mit der regelmäßigen ÖPNV-Anbindung problemlos zu erreichen. Für ältere Kinder und Jugendliche, die aus dem Spielplatzalter herausgewachsen sind, wird ein Jugendtreff angeboten.

Eine weitere Besonderheit ist die gute Aussicht, welche durch die Bewohner und Besucher von Mariahof dank der Höhenlage genossen werden kann.

Mariahof wächst

Da Trier im neuen Jahrtausend begehrter denn je ist, wird auch Mariahof wachsen. Im Flächennutzungsplan „Trier 2030“, der im Stadtrat aktuell auf der Zielgeraden ist, werden umfangreiche Neubauflächen für Mariahof beschlossen. Neue Flächen für Wohnbebauung sollen auf dem Gelände des ehemaligen Brubacher Hofs geschaffen werden, der dank seiner gastronomischen Angebote heute ein begehrtes Ausflugsziel ist. Um das Verkehrschaos, das viele Anwohner durch die Neuschaffung der 40 Hektar großen Siedlungserweiterung befürchteten, zu vermeiden, wird eine leistungsfähige Anbindung des neuen Viertels an die Trierer Innenstadt und die anhängende Infrastruktur geschaffen.