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Die Porta Nigra ist für viele die Sehenswürdigkeit in Trier schlechthin. Nicht nur die historische Bedeutung, sondern auch die imposante Erscheinung sind jeden Blick wert. Architekturfreunde dürfte aber auch interessieren, dass Trier noch sehr viel mehr zu bieten hat als die bekannten Stätten wie die Kaiserthermen oder das Amphitheater. Hier drei Tipps für alle, die Trier einmal abseits der Touristenströme erkunden möchten und die der Charme der Stadt vielleicht davon überzeugen wird in dieser schönen Region ansässig zu werden

Die falsche Porta

Zugegeben: Dieses Bauwerk lediglich als eine Art Kopie der großen Namensschwester zu benennen, tut ihm sicher unrecht. Denn die falsche Porta war zu Baubeginn und Fertigstellung vor mehr als 100 Jahren auf der Höhe ihrer Zeit. In der Südallee schuf der Architekt Peter Marx ein Objekt, das nicht ohne Grund den Namen trägt. Wer durch die beiden Torbögen des Doppelhauses blickt und dabei im Augenwinkel die zahlreichen Fenster wahrnimmt, der wird eine gewisse Ähnlichkeit nicht abstreiten können. Ob das Bauwerk den Namen wirklich verdient hat, das sollte dann jeder selbst bei einer Begutachtung beurteilen.

Die alte Universität

Trier befindet sich eingebettet zwischen den beiden Hochschulen – der Universität und der Hochschule. Dabei befindet sich der Ursprung aller akademischen Aktivitäten in Trier bei keinem der beiden Einrichtungen, sondern mitten in der Stadt. Im heutigen Irminenfreihof am Rande der Trierer Innenstadt wurde 1473 die erste Universität in Trier gegründet, lange bevor die heutige Universität ihren Ursprung fand. Heute ist das Gebäude Teil der Hochschule Trier, ist aber im Vergleich zu den Räumlichkeiten am Schneidershof im alten Stil beibehalten worden.

Der Charme der 50er

Auch aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts hat Trier einiges zu bieten. Der charmanteste Beweis dafür steht unweit des Trierer Hauptbahnhofs. Der gläserne Pavillon sticht nicht nur angehenden Architekten direkt ins Auge, wenn sie nach Ankunft in Trier den Fußmarsch vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt antreten. Den 50er Charme erhält das Haus an der Theodor-Heuss-Allee durch die gläserne erste Etage, die 1956 auf das damals noch ebenerdige Haus gesetzt wurde. Der Bau dieser ersten Etage verlief übrigens nicht ohne Protest der Anwohner, die das Vorhaben durch Beschwerde bei der Baupolizei stoppen wollten, da dieser Bau zu einer „Verschandelung der Straße“ führe. Ein Glück für uns heute, dass die Baupolizei damals nicht klein beigegeben hat.