Welche Versicherungen braucht man für den Hauskauf?
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Zurück aus dem Urlaub und schon beim ersten Blick ins Haus die schreckliche Gewissheit: Einbruch. Jeder Hausbesitzer kennt diese alptraumhafte Sorge um das Eigenheim. Nicht nur die Tatsache, dass wertvolle und emotionale Gegenstände entwendet werden können, sondern auch der Fakt, dass jemand völlig Fremdes in seine eigenen vier Wände eingedrungen ist, versetzt uns nachhaltig in Angst und Schrecken. Gerade deshalb ist es wichtig, schon beim Kauf eines Hauses rechtzeitig an Vorsichtsmaßnahmen zu denken, die uns vor einigen Gefahren schützen können. 

Hausratsversicherung

Eine von vielen Vorsichtsmaßnahmen, die der Hausbesitzer ergreifen sollte, ist die Suche nach geeigneten Versicherungen, die ihn zwar nicht vor emotionalen Verlusten, aber vor Vermögensschäden schützen können. In dem bereits aufgeführten Fall spricht man von einer Hausratsversicherung, die genau die beschriebene Situation abdeckt. Diese ersetzt nach einem Einbruch und bei gewissen Unwetterschäden das Inventar wie z.B. Möbel, Bilder oder sogar Einbauküchen. Der Verlust eines wertvollen Gegenstandes wie Schmuck wird dagegen in der Regel nur zu 20 % getragen.

Wohngebäude- und Elementarschadenversicherung

Für alle Eigenheimbesitzer empfiehlt sich außerdem eine Wohngebäudeversicherung, welche unter anderem bei Feuer, Blitzschlag, Sturm oder Hagel greift und den Eigentümer vor einem unkalkulierbaren Schuldenberg retten kann. Noch umfangreicheren Schutz bietet hierbei aber die Elementarschadenversicherung. Jedes Jahr führen Unwetter verstärkt zu beachtlichen Schäden, bei denen eine einfache Wohngebäudeversicherung als Versicherungsschutz nicht mehr ausreicht. Vor allem im Herbst kommt es häufig zu starken Regenfällen, die zu einer Überflutung der Keller oder des gesamten Grundstücks führen können und oftmals gravierende Folgen mit sich bringen.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Nicht nur innerhalb des Hauses sollte es von großem Interesse sein, sich richtig zu versichern, sondern auch außerhalb lauern Gefahren. Auch wenn es uns als eher unwahrscheinlich erscheint, dass sich plötzlich ein Dachziegel löst und jemandem auf den Kopf fällt oder dass sich ein Passant auf dem nicht ordnungsgemäß geräumten Gehweg verletzt. Was aber, wenn doch? Dann wünscht man sich, die passende Versicherung abgeschlossen zu haben. Eine Lösung bietet hier die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, die den Hausbesitzer für solche Fälle absichert, denn Personenschäden können sowohl zu körperlichen Schäden als auch zu langwierigen psychischen Erkrankungen führen und für den Verursacher sehr kostspielig enden.

Risikolebens- und Restschuldversicherung

Darüber hinaus sollte sich jeder Eigenheimbesitzer frühzeitig über die Zukunft Gedanken machen: Was passiert, wenn ich plötzlich erwerbsunfähig werde und den Kredit nicht abbezahlen kann? Oder wenn ich als Hauptverdiener versterbe und meine Familie mit dem nicht abbezahlten Haus zurücklasse? Aber auch diese Eventualitäten können durch eine passende Versicherung abgedeckt werden. Auf der einen Seite kann eine Risikolebensversicherung sicherstellen, dass den Hinterbliebenen im Todesfall keine immense Schuldensumme hinterlassen wird. Auf der anderen Seite sorgt die Restschuldversicherung dafür, das Risiko des zu zahlenden Betrags zu minimieren, indem die Tilgung des Kredits im Falle unverschuldeter Erwerbsunfähigkeit von einer Versicherung übernommen werden kann.

Die oben genannten Beispiele zeigen vor allem: Wer ein eigenes Haus kaufen möchte, sollte sich schon frühzeitig mit den verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten beschäftigen und die hierfür entstehenden Kosten bei seinem Finanzierungsplan berücksichtigen. Nur wer rechtzeitig und weitsichtig plant, kann das mühsam erarbeitete Vermögen genießen und braucht sich nicht vor unvorhersehbaren Ereignissen zu fürchten.