Die Zukunft unserer Städte
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Die Hochhäuser in unseren Städten werden in der Zukunft höchst wahrscheinlich nicht nur viel größer sein als unsere Gebäude heute, sondern auch umweltfreundlicher und energiesparender. Wir wollen uns im Folgenden drei herausragende Zukunftsprojekte näher ansehen.

New York: Times Squared 3015

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie hoch das Empire State Building ist? Der weltberühmte Wolkenkratzer ragt beeindruckende 381 Meter in den Himmel. Und nun stellen Sie sich daneben ein Gebäude mit einer Höhe von 1.700 Metern vor. Unmöglich? Dann werfen Sie mal einen Blick auf das Projekt „Times Squared 3015“. Das Gebäude soll 30.000 Bewohner beherbergen und eine eigene Stadt im Herzen des Big Apple bilden. Neben Wohnungen wird das Bauwerk auch ausreichend Büroräume anbieten, sowie 40 Geschäfte, 50 Restaurants, drei Theater, zwei Schulen und einen Universitätscampus. Darüber hinaus sind auch vier Parks, Berge, ein Strand und sogar ein Wald aus Mammutbäumen geplant, verteilt auf verschiedene vertikale Module. Außerdem sollen insgesamt 1.600 Hektar an landwirtschaftlichen Parzellen im Gebäude Platz finden.

Bildnachweis: http://www.evolo.us

Delhi: Hyperions, der autonome Riese

Neben der Wohnraumknappheit bilden Umweltschutz, Nachhaltigkeit und der sparsame Umgang mit unseren Energieressourcen die größten Herausforderungen für unsere Städte. So wurde in Indien das Projekt Hyperions ins Leben gerufen, das als völlig autonomes Gebäude präsentiert wird. Es handelt sich hierbei um eine Konstruktion aus sechs ringförmig angeordneten Türmen mit je 36 Stockwerken. Grundmaterial des Gebäudes ist Holz. Auch mit Hyperions sollen nicht nur Wohnraum und Büroflächen geschaffen werden. Das Ziel des Projektes ist vor allem, die Stadt durch Natur zurückzuerobern: durch Teiche am Fuße des Komplexes, durch Wälder und durch ökologisch verträglich genutzte landwirtschaftliche Flächen. 100% natürliche Klimatisierung, geschlossene Wasserkreisläufe (mit internen Pump- und Klärstationen), Hydrokulturen… Die benötigte Energie von Hyperions wird mittels einer Vielzahl von Photovoltaik-Modulen und Windkraftanlagen vom Gebäude selbst erzeugt.

Bildnachweis: Vincent Callebaut

Taiwan: Der Agora Garden

Das Architekturbüro des Belgiers Vincent Caillebaut, von dem das Projekt Hyperions geplant wird, ist auch für den Agora Garden verantwortlich. Das in Taiwan unter dem Namen Tao Zhu Yin Yuan Tower bekannte Gebäude wird bereits heute in der Hauptstadt Taipeh gebaut. Die Form des Gebäudes ist an die Doppelhelix-Struktur der DNA angelehnt. In seiner Funktionalität ist das der Agora Garden als ein Musterbeispiel für ökologisches Bauen gedacht. Im Herzen des überfüllten und sprudelnden Stadtbezirks Xinyi soll der Agora Garden die Luft reinigen: Es werden 23.000 Bäume gepflanzt, die 130 Tonnen CO2 binden können. Auf diese Weise verbindet das neue Gebäude Menschen und Natur.

Bildnachweis: Vincent Callebaut