Dachformen im Überblick
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Ohne Dach ist kein Haus komplett. Allen Bauherren bietet sich eine große Vielzahl an verschiedenen Dachformen und -arten, unter denen Sie bei Ihrem Hausprojekt wählen können.

Zu Beginn sei direkt gesagt, dass in den meisten deutschen Gemeinden und Städten geregelt ist, welche Dachformen, -arten und -farben erlaubt sind. So wird das Ziel verfolgt, ein einheitliches Ortsbild zu erhalten und wilde Experimente zu verhindern. So ist es in vielen Moselgemeinden, in denen Schieferdächer Tradition haben, das Eindecken des Daches in auffälligen Farben wie z. B. rot nicht gestattet. Erkundigen Sie sich also direkt in den entsprechenden Verordnungen Ihrer Gemeinde, bevor Sie ein Dach planen.

Welche Form ist die richtige?

Grundsätzlich können Dächer an der Anzahl ihrer Flächen und der Neigung unterschieden werden. Klassische Satteldächer verfügen über zwei Dachflächen, Walmdächer über vier, Pult- und Flachdächer über jeweils eine Dachfläche. Letztere Dachform kann eine Neigung von bis zu 10 Grad haben, Dächer mit einer höheren Neigung gelten als geneigte Dächer. Übersteigt die Schräge eine Neigung von 22 Grad gilt der Wetterschutz des Hauses als Steildach.

Beachten Sie die geplante Nutzung

Flachdächer bieten den großen Vorteil, dass Räume unter ihnen ohne Dachschrägen auskommen und auch die Dachflächen ideal nutzbar sind. Ein Trend in Städten ist es, Flachdächer zu begrünen und vielleicht sogar ein Bienenvolk dort anzusiedeln. Wenn Sie eine Solaranlage bei Ihrem Neubau planen, ist ein Pultdach die ideale Wahl, wenn dieses im richtigen Winkel zur Sonne ausgerichtet werden kann. So kann die Fläche für die Solaranlage maximiert werden.

Wenn Sie den Unterbereich des Daches nicht nur als Speicher, sondern auch als Wohnraum nutzen möchten, empfiehlt sich bei geneigten und Steildächern die Installation von Dachgauben. Achten Sie auch hier auf die Bauvorschriften Ihrer Gemeinde oder Stadt, da die Anzahl der erlaubten Dachgauben meist reglementiert ist.

Welche Oberfläche darf es sein?

Auch bei der Wahl des Dachbelags gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Ein bereits erwähnter Klassiker an der Mosel ist zum Beispiel das Dach aus echtem Schiefer. Dieses ist allerdings sehr teuer und pflegeaufwändig, weshalb es auch eine künstliche Alternative gibt. Ein anderer Klassiker, der in Deutschland häufig Anwendung findet, sind Dachpfannen aus Ton. Diese lösen sich nicht so leicht wie Schieferplatten und lassen sich im Falle eines Defekts vergleichsweise einfach austauschen.

Moderne Dächer werden häufig aus Metall wie Aluminium oder Kupfer gefertigt. Das Material ist nicht nur leichter, sondern lässt auch bessere Möglichkeiten zur Dachisolation zu. Aufgrund des niedrigeren Gewichtes können sich Metalldächer auch günstig für die Installation von Solaranlagen erweisen.

Nutzen Sie die Auswahl, denken Sie an die Einschränkungen

Nehmen Sie sich also ruhig Zeit, wenn Sie an die Planung des Daches für einen Neubau oder die Sanierung eines Altbaus denken. Lassen Sie sich idealerweise von einem Fachmann beraten, um die beste Form mit dem passenden Material zu finden. Verlieren Sie dabei niemals geltende Vorschriften aus dem Auge, denn nichts ist schlimmer, als am Tag nach der Materialanlieferung zu erfahren, dass das Dach nicht gedeckt werden darf.